Als Herzog Heinrich II.
Jasomirgott Wien zur Residenz des Babenbergerreiches
machte, berief er 1155, um die Bedeutung der neuen Hauptstadt
zu heben, iroschottische Mönche aus dem St. Jakobs-Kloster
in Regensburg nach Wien. So entstand in den Jahren 1160
bis 1200 außerhalb der damaligen Stadtgrenze (heute:
Freyung Nr. 6) ein mächtiger romanischer Kirchenbau.
Im Jahr 1418 endete die Ära der iroschottischen
Mönche, da ihnen im Zuge der Melker Klosterreform
wegen des immer spärlicher werdenden Nachwuchses
an Mönchen nahe gelegt wurde, auch Einheimische
in ihre Reihen aufzunehmen. Die Iroschotten zogen es
aber vor, in ihre Mutterabtei nach Regensburg zurückzukehren.
Der Name „Schotten“ blieb jedoch bis heute
erhalten. Benediktiner aus Melk übernahmen nun
das Stift. Die Mönche bereuten bald ihre Entscheidung
und wollten von Regensburg wieder zurückkehren,
doch ihr Verzicht auf das Kloster war nicht mehr rückgängig
zu machen.
Die grundlegende Neugestaltung der Schottenabtei fällt
in das 17. und 18. Jahrhundert, 1648 wurde der heutige
Kirchenbau vollendet.
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