Vier Knaben, Wasser speiende
Fische in den Armen haltend, umgeben diese, während
vier lebensgroße Gestalten, an der niederen Brüstung
des Brunnenkranzes in anmutiger Stellung gelagert, die
vier österreichischen Flüsse Enns, March,
Traun und Ybbs repräsentieren. Für die Skulpturen
schuf Donner nur Modelle, die Ausführung oblag
Johann Nikolaus Moll. 1739 wurde der Brunnen enthüllt.
1770 mussten die nackten, aus Bleiguss gefertigten
Figuren aufgrund moralischer Bedenken entfernt werden;
sie kamen ins Materialdepot des Bürgerlichen Zeughauses,
von wo sie dem Bildhauer Johann Martin Fischer von Erlach
zum Einschmelzen übergeben wurden. Dieser bewahrte
sie jedoch in der vollen Erkenntnis ihres hohen künstlerischen
Wertes, ließ sie restaurieren und brachte es schließlich
1801 zuwege, dass sie wieder aufgestellt wurden. Nach
Beschädigung wurden die Figuren 1871 neuerlich
entfernt und durch Bronzeabgüsse ersetzt. Die empfindlichen
Bleifiguren gelangten schließlich in den Besitz
des Barockmuseums und wurden im Unteren Belvedere aufgestellt.
Der Donnerbrunnen wurde während des 2. Weltkrieges
aus Sicherheitsgründen abgetragen und erst 1947
wieder aufgestellt. |