
Der Michaelerplatz mit Blick in den Kohlmarkt
Aquarell auf Papier
signiert
19,5 x 26,2 cm
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Der Michaelerplatz war
vor allem immer Architekturplatz. Seinen heutigen Charakter
erhielt er durch den 1728 begonnenen Ausbau der stadtseitigen
Burgfassade, womit der Platz in den Dienst eines möglichst
majestätischen Erscheinungsbildes der kaiserlichen
Stadtresidenz gestellt wurde.
Der Platz selbst war aber bereits zur Zeit der Römer
besiedelt. Hier lagen Stätten zur Versorgung und
Erholung der Soldaten. Als Kreuzung zweier wichtiger
Fernstraßen war der Michaelerplatz für den
Wiener Raum schon damals bedeutungsvoll. Über die
Achse Herrengasse – Augustinerstraße lief
die römische Limesstraße am Kastell Vindobona
vorbei, und der Verlauf Tuchlauben – Kohlmarkt
war der Anfang der westlichen Fernhandelsstraße
der frühmittelalterlichen Stadt. Im 12. Jahrhundert
lag hier die „Kleine Vorstadt“, die dann
am Ende dieses Jahrhunderts mit Wien vereint wurde.
Mit einiger Sicherheit kann angenommen werden, dass
die heutige Michaelerkirche von der Pfarrei St. Stephan
gestiftet und 1252 vollendet wurde, um dem neuen Wiener
Stadtteil ein geistliches Zentrum zu geben.
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