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Das Kaunitzbergl
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Das Kaunitzbergl
Aquarell auf Papier
signiert und datiert (18)94
19,5 x 23 cm

Das Kaunitzbergl, im Magdalenengrund, dem heutigen 6. Bezirk gelegen, war jene Gasse, die eine Verbindung zwischen der Gumpendorfer Straße und der Magdalenenstraße herstellte. Benannt wurde es nach dem früheren Besitzer des nahe gelegenen Kaunitzpalais, dem Staatskanzler Wenzel Anton Fürst Kaunitz-Rietberg. Dieser war auch der Schöpfer des schönen Parks, der heute den Namen Esterházy-Park trägt.

Die Bezeichnung „Kaunitzbergl“ war ursprünglich nur im Volksmund gebräuchlich und ist auf den abschüssigen Verlauf der Gasse zurückzuführen. Das Gebiet war seit der zweiten Türkenbelagerung (1683) dörflich verbaut und besaß bis zum ersten Weltkrieg zahlreiche reizvolle Giebelhäuser, meist ebenerdig oder einstöckig, wie sie im 18. und 19. Jahrhundert in den Vorstädten üblich waren. Diese charakteristischen Alt-Wiener Häuser zogen durch ihre pittoreske Ausstrahlung im 19. Jahrhundert vermehrt Künstler in ihren Bann. So blieb das Areal, das nach dem zweiten Weltkrieg größtenteils abgerissen und verbaut wurde, beispielsweise in dem von Carl Wenzel Zajicek geschaffenen Bilddokument erhalten.