Eine ruhmreiche Entwicklung
nahm das Theater unter der Leitung von Fürst Lobkowitz,
der sich der deutschen und italienischen Oper verschrieb.
So kam es zu zahlreichen wichtigen Ur- bzw. Erstaufführungen,
so z. B. von Beethovens „Fidelio“ 1814,
Webers „Freischütz“ 1821, Rossinis
„Othello“ 1819 und seines „Barbier
von Sevilla“ 1820. Mit dem italienischen Impresario
Barbaja begann der Siegeszug der italienischen Oper
über jene der deutschen Romantiker, doch engagierte
Barbaja aus Gründen der Objektivität 1822
Konradin Kreutzer als Kapellmeister, der sogleich Weber
einen Auftrag erteilte (Uraufführung von „Euryanthe“
1823). 1828 übernahm Barbajas Kompagnon, der Tänzer
Louis Antoine, das Theater und erregte mit dem Engagement
von Fanny Elßler und Maria Taglioni Aufsehen.
1849 kam das Kärntnertortheater wieder in die unmittelbare
Verwaltung des Hofes. Am 8. 2. 1870 fand die letzte
Vorstellung statt, anschließend wurde es abgetragen.
Denn die neue Hofoper, 1861 bis 1869 erbaut, war am
25. 5. 1869 eröffnet worden. Auf dem freigewordenen
Platz ließ sich Eduard Sacher 1874 bis 1876 ein
Hotel erbauen.
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