Der Doppeladler zeigte ein
geviertes Wappen als Brustschild, umgeben von der Kette
des Ordens vom goldenen Vlies. Auf dem Brustschild waren
die Hoheitszeichen Alt-Ungarns, Böhmens, Österreichs
und Altburgunds dargestellt. Über den beiden Hauptsäulen
waren rechts das böhmische und links das ungarische
Wappen angebracht, und über beiden Fußgängerdurchgängen
befanden sich Löwenköpfe, die wohl ebenso
wie das Wappen aus der Zeit Ferdinands I. stammten.
Über dem rechten Gehtor in einer Bogennische befand
sich der sogenannte „Fenstergucker“. Hierbei
handelte es sich vermutlich um den kaiserlichen Festungsbaumeister
und Zunftmeister der Steinmetze, Bonifaz Wolmuet, der
das Kärntner Tor erbaut haben soll.
Die Fassade der Vorstadtseite trug über dem Einfahrtstor
das große Reichsschild und zu beiden Seiten einen
einköpfigen Adler, rechts mit einem Zepter und
links mit einem Schwert, und in der Mitte eine große
Pyramide mit Wappen auf einem Piedestal.
|