
Heiligenkreuzerhof
Aquarell auf Papier
signiert und bezeichnet
14,4 x 10,7 cm
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Der Heiligenkreuzerhof
wurde im Jahre 1242 erstmals urkundlich erwähnt
und befand sich seit dem 13. Jahrhundert im Besitz des
Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz (Niederösterreich).
Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass die unter
der Prälatur gelegenen Bauteile vielleicht sogar
in das 12. Jahrhundert zurückreichen. Ursprünglich
aus mehreren Einzelgebäuden bestehend, wurden diese
im 16. Jahrhundert zu einem Gesamtkomplex zusammengefasst.
Der Schöpfer des heutigen Heiligenkreuzerhofes
war Abt Klemens Schäffer. Dieser ließ 1659
bis 1676 umfangreiche Umbauarbeiten vornehmen. Auch
die seit langem bestehende Bernhardskapelle wurde neu
erbaut und später mit einem Hochaltarbild von Martino
Altomonte geschmückt, der seinen Lebensabend im
Heiligenkreuzerhof verbrachte. Zudem wurde das sogenannte
Prälaturgärtchen angelegt. Die Gesamtanlage
wurde 1769/70 (Aufstockung zum Mietshaus), die Kapelle
nochmals 1780 erneuert. Seit dieser Zeit hat der Hof
seine heutige Form. Dabei bildet der Stiftshof mit seinen
Mietshäusern zugleich einen Durchgang von der Schönlaterngasse
zur Grashofgasse.
Von der Ruhe und Abgeschiedenheit ausstrahlenden Atmosphäre
angezogen, lebten Künstler wie die Schriftsteller
Ignaz Franz Castelli und Eduard Pötzl sowie der
Schauspieler Helmut Qualtinger im Heiligenkreuzerhof.
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