Im Jahre 1643 wurde Conrad
Balthasar Graf Starhemberg von Kaiser Ferdinand II.
mit einem großen Gut belehnt, das 1647 ins Eigentum
des Grafen überging. Darüber hinaus erhielt
er vom Kaiser einen „Freibrief“, der ihn
von allen Abgaben und Steuern befreite. Seit damals
wurde das Gut im Volksmund „Freihaus“ genannt.
Georg Adam Graf Starhemberg ließ es im 18. Jahrhundert
vergrößern und ein zweites Stockwerk aufsetzen.
In dieser Gestalt blieb das Freihaus bis 1913 bestehen
und war um die Jahrhundertwende das größte
Mietshaus Wiens. Die interessante Einbauchung der Hausfront
entstand durch eine Senkgrube, deren Zuschüttung
die Baubehörde untersagte.
1787 wurde im Freihaus auch ein kleines Theater eröffnet.
Als der damalige Theaterdirektor Schikaneder 1791 in
finanzielle Schwierigkeiten geriet, bestürmte er
Mozart, ihm für das Freihaustheater eine zugkräftige
Oper zu schreiben. Diese Oper, „Die Zauberflöte“,
zu der Schikaneder selbst den Text schrieb, wurde am
30. September 1791 hier uraufgeführt.
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