Einer der ältesten
Plätze Wiens ist der Petersplatz. Auf diesem „St.
Peters Freythof“, wie dieser Platz früher
genannt wurde, standen im Mittelalter kleinere Häuser,
die das so genannte Eisgrübel (heute Petersplatz
Nr. 11) umschlossen. Hier hatten die Eisverkäufer,
die das Eis in den Kellern der Umgebung konservierten,
ihren Standort. Das Eisgrübel wird erstmals 1453
erwähnt und trug 1559 den Namen „Unter den
Eisnern“. Im Jahre 1500 stand im Eisgrübel
die Steinmetzhütte des Meisters Konrad Gessing.
Nach Einführung der öffentlichen Straßenbeleuchtung
1688 hatten hier auch die Ölerer ihren Sitz. In
einem ebenerdigen Haus, dessen hinterer Teil auf das
Eisgrübel blickte, wurde Ende des 17. Jahrhunderts
die Rumorwache („Peterswache“) untergebracht,
die zuvor ihre Wachstube an der alten Peterskirche gehabt
hatte.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts fand hier eine Zeitlang
der Verkauf von Töpferwaren statt. So wurde 1702
im Haus „Zum Eisgrübel“ die Firma Albin
Denk begründet, die damals für ihre Töpferwaren
berühmt war.
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