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Das Eisgrübel
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Das Eisgrübel
Aquarell auf Papier
signiert
10,5 x 15,5 cm

Einer der ältesten Plätze Wiens ist der Petersplatz. Auf diesem „St. Peters Freythof“, wie dieser Platz früher genannt wurde, standen im Mittelalter kleinere Häuser, die das so genannte Eisgrübel (heute Petersplatz Nr. 11) umschlossen. Hier hatten die Eisverkäufer, die das Eis in den Kellern der Umgebung konservierten, ihren Standort. Das Eisgrübel wird erstmals 1453 erwähnt und trug 1559 den Namen „Unter den Eisnern“. Im Jahre 1500 stand im Eisgrübel die Steinmetzhütte des Meisters Konrad Gessing. Nach Einführung der öffentlichen Straßenbeleuchtung 1688 hatten hier auch die Ölerer ihren Sitz. In einem ebenerdigen Haus, dessen hinterer Teil auf das Eisgrübel blickte, wurde Ende des 17. Jahrhunderts die Rumorwache („Peterswache“) untergebracht, die zuvor ihre Wachstube an der alten Peterskirche gehabt hatte.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts fand hier eine Zeitlang der Verkauf von Töpferwaren statt. So wurde 1702 im Haus „Zum Eisgrübel“ die Firma Albin Denk begründet, die damals für ihre Töpferwaren berühmt war.

 

Nach der Erfindung des Porzellans im Jahre 1708 war die Firma Denk Wiens erstes Fachgeschäft, welches seinen Kunden Produkte aus Porzellan anbieten konnte. Etwa hundert Jahre hindurch war das Eisgrübel im Besitz der Familie Denk, die heute ihren Geschäftsstandort am Graben Nr. 13 hat. 1895 fiel das Eisgrübel einer größeren Stadtregulierung zum Opfer. Das heutige Haus „Zum Eisgrübel“ wurde 1895 bis 97 nach einem Entwurf von Emil Bressler durch Oskar Laske und Viktor Fiala für Albert Freiherr von Hardt errichtet.