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Die Schreyvogelgasse mit dem Dreimäderlhaus
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Die Schreyvogelgasse mit dem Dreimäderlhaus
Aquarell auf Papier
signiert und datiert 1913, verso bezeichnet
16,4 x 24,5 cm

Quer durch die heutige Trasse verlief in der Linie Oppolzergasse – Mölkersteig die mittelalterliche Ringmauer. Ursprünglich „Bastei beim Schottentor“ genannt, tauchte 1637 erstmalig die Bezeichnung „Mölkerbastei“ nach dem dort befindlichen Besitz des Stifts Melk auf. Im Jahre 1809 wurde diese von den Franzosen gesprengt, 1811 jedoch wieder hergestellt. 1861/62 wurde sie zum Großteil abgetragen, und es entstanden die Mölkerbastei in ihrer heutigen Form und die Rampe in der Schreyvogelgasse, die nach dem bekannten Lyriker und Dramatiker Joseph Schreyvogel benannt ist. Als Direktor des Burgtheaters, der Deutsch als neue Bühnensprache einführte und Franz Grillparzer an das Theater holte, verhalf Schreyvogel der Burg zu ihrer ersten Blütezeit.

Das Dreimäderlhaus ist ein kleines zweistöckiges Bürgerhaus, das 1803 im Stil des josefinischen Klassizismus auf der zur Mölkerbastei ansteigenden Schreyvogelgasse erbaut wurde. Für das historische Stadtbild bedeutsam ist es in erster Linie aufgrund seiner Giebelfassade, die reiche Dekorationen im Zopfstil, ein bemerkenswertes Portal sowie ein Madonnenbild in einem Rahmen aufweist.

Der Name „Dreimäderlhaus“ geht auf die Legende zurück, wonach Franz Schubert eine Romanze mit den drei hier wohnhaften Töchtern Hannerl, Hederl und Heiderl des Glasermeisters Franz Tschöll gehabt haben soll. Internationale Berühmtheit erlangte der Name „Dreimäderlhaus“ durch die Verfilmung der 1916 im Raimund Theater uraufgeführten Operette von Heinrich Berté.