Quer durch die heutige
Trasse verlief in der Linie Oppolzergasse – Mölkersteig
die mittelalterliche Ringmauer. Ursprünglich „Bastei
beim Schottentor“ genannt, tauchte 1637 erstmalig
die Bezeichnung „Mölkerbastei“ nach
dem dort befindlichen Besitz des Stifts Melk auf. Im
Jahre 1809 wurde diese von den Franzosen gesprengt,
1811 jedoch wieder hergestellt. 1861/62 wurde sie zum
Großteil abgetragen, und es entstanden die Mölkerbastei
in ihrer heutigen Form und die Rampe in der Schreyvogelgasse,
die nach dem bekannten Lyriker und Dramatiker Joseph
Schreyvogel benannt ist. Als Direktor des Burgtheaters,
der Deutsch als neue Bühnensprache einführte
und Franz Grillparzer an das Theater holte, verhalf
Schreyvogel der Burg zu ihrer ersten Blütezeit.
Das Dreimäderlhaus ist ein kleines zweistöckiges
Bürgerhaus, das 1803 im Stil des josefinischen
Klassizismus auf der zur Mölkerbastei ansteigenden
Schreyvogelgasse erbaut wurde. Für das historische
Stadtbild bedeutsam ist es in erster Linie aufgrund
seiner Giebelfassade, die reiche Dekorationen im Zopfstil,
ein bemerkenswertes Portal sowie ein Madonnenbild in
einem Rahmen aufweist.
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