Der Platz Am Hof gehört
zu jenen Teilen des ehemaligen Römerlagers, die
im Frühmittelalter unbesiedelt blieben. Um 1155
verlegte Markgraf Heinrich II. Jasomirgott seine Residenz
in dieses unverbaute Terrain, den späteren „Herzogshof“
– ein von mehreren Bauten und der Römermauer
umgebener Platz, auf dem bis etwa 1200 das Zeremoniell
der herzoglichen Hofhaltung stattfand. Unter Leopold
V. war der Hof Schauplatz glänzender Feste, die
mit den Minnesängern Reinmar von Hagenau und Walther
von der Vogelweide in Verbindung stehen.
Als Marktplatz begann sich der Platz Am Hof um etwa
1280 zu entwickeln, nachdem die Habsburger die hier
bestehende alte Babenberger-Residenz gegen einen neu
errichteten Sitz im Bereich der Hofburg getauscht hatten.
Ab 1340 wird der Hof als Marktplatz für Bekleidung
erwähnt, ab 1358 als Weinmarkt. Im 14. Jahrhundert
etablierte sich Am Hof der Seefisch- und Krebsmarkt.
|